Fragen & Antworten
In dieser Rubrik beantworten wir Fragen, die von allgemeiner Bedeutung sind. Die neuesten Fragen und Antworten stehen oben an.
Bei Arbeitnehmern wird die Einkommensteuer durch den Lohnsteuerabzug erhoben. Eine so genannte Pflichtveranlagung wird nur durchgeführt, wenn zum Beispiel besondere Umstände vorliegen:
• Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, deren positive Summe größer als 410 € im Kalenderjahr war
• Dem Progressionsvorbehalt unterliegende Leistungen (z.B.: Arbeitslosengeld, Kurzarbeitergeld, Krankengeld) von mehr als 410 € im Kalenderjahr
• Besteuerung nach den Lohnsteuerklassen 5 oder 6
• Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte
Darüber hinaus ist eine Einkommensteuerveranlagung auf Antrag möglich, um zum Beispiel Werbungskosten, Sonderausgaben, Außergewöhnliche Belastungen und Spenden steuermindernd geltend zu machen.
Nach neuerer Rechtsprechung kann der Antrag auf Einkommensteuerveranlagung innerhalb von 4 Jahren nach Ablauf des betreffenden Veranlagungsjahres gestellt werden.
Wie werden Windparks abgeschrieben?
Bisher war es höchstrichterlich ungeklärt, wie Abschreibungen für
Windparks vorgenommen werden.
Nun hat der Bundesfinanzhof (BFH) in seinem Urteil vom 4. Februar
2011 (Aktenzeichen: IV/R 46/09) entschieden, dass ein Windpark aus
mehreren selbstständigen Wirtschaftsgütern besteht, die jedoch
einheitlich abzuschreiben sind.
Als selbstständige Wirtschaftsgüter gelten jede einzelne
Windkraftanlage mit dem dazugehörigen Transformator und der
verbindenden Verkabelung, die Verkabelung von den Transformatoren
bis zum Stromnetz des Energieversorgers zusammen mit der
Übergabestation, soweit dadurch mehre Windkraftanlagen miteinander
verbunden werden und die Zuwegung.
All diese Wirtschaftsgüter haben zwar unterschiedliche
Nutzungsdauern, sind aber wegen ihrer technischen Abstimmung
aufeinander und wegen der einheitlichen Bau- und
Betriebsgenehmigung einheitlich abzuschreiben. Die
betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der Windkraftanlagen beträgt
demnach 16 Jahre.
Immer wieder wird das Hofladenurteil erwähnt. Was bedeutet das für
mich als Obstbauern?
Nach dem Hofladenurteil vom 14. Juni 2007 ist der Verkauf
zugekaufter landwirtschaftlicher Erzeugnisse umsatzsteuerlich immer
der Regelbesteuerung zu unterwerfen. Die Pauschalierung gilt hier
nicht.
Die Anwendung der Regelbesteuerung gilt auch für alle Gegenstände,
die durch eine Be- oder Verarbeitung ihren land- und
forstwirtschaftlichen Charakter verloren haben, z. B.
auchWurstwaren, Gestecke oder Kränze.
Die Urteilsgrundsätze sind nach Auffassung der Finanzverwaltung auf
Umsätze von Verkaufseinrichtungen wie z.B. Hofläden und mobilen
Marktständen und auch auf Umsätze außerhalb von
Verkaufseinrichtungen anzuwenden.
Eine Übergangsfrist wurde aus Billigkeitsgründen bis zum 30. Juni
2008 gewährt.
Was ist eine Viehhaltungskooperationsgesellschaft?
Es handelt sich um eine gemeinschaftliche Tierhaltung, in der alle
Gesellschafter oder Mitglieder Inhaber eines landwirtschaftlichen
Betriebes mit selbstbewirtschafteten Flächen sein müssen,
hauptberuflich Land- und Forstwirte sind und dies durch eine
Bescheinigung der zuständigen Alterskasse nachweisen. Außerdem
müssen die notwendigen Vieheinheiten ganz oder teilweise auf die
Gesellschaft übertragen sein.
Eine solche Gesellschaft wird üblicherweise in der Rechtsform einer
Kommanditgesellschaft (KG) geführt.
Ein Landwirt mit freien Vieheinheiten überträgt diese an die
Gesellschaft und erhält dafür eine Vergütung. Durch die Beteiligung
als Kommanditist ist das unternehmerische Risiko begrenzt.
Die Grundlagen ergeben sich aus § 51 a des BewG.
Worin besteht der Unterschied zwischen Brutto- und Nettoverdienst?
Auch der Arbeitgeber hat Beiträge an die Sozialkassen abzuführen, die noch einmal 530,- € betragen. Somit beträgt die gesamte Lohnsumme 2.756,- € monatlich, von denen der Arbeitnehmer kaum mehr als die Hälfte ausbezahlt bekommt.
Den Unterschied zwischen Lohnkosten und Nettoverdienst - in diesem Beispiel 1.304,- € - kassiert der Staat für seine Aufgaben.
Wer kann die steuerlichen Leistungen der Landwirtschaftlichen Buchstelle in Anspruch nehmen?
Werden auch Mandanten ohne landwirtschaftliche Einkünfte im
Landvolkhaus betreut?
Wie werden im Landvolkhaus die Steuerberatungsgebühren berechnet?
Wie erfolgt die steuerliche Beratung im Landvolkhaus Stade?
Auf Wunsch erfolgt die Datenaufnahme im Betrieb.
Welches Buchführungsprogramm kommt zum Einsatz?
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